Wintersemester 2007/2008
27.-31. Juli 2007, Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
„Nikos Kasantzakis in seiner europäischen Dimension" (mit besonderem Bezug zu Deutschland)
Evangelos Konstantinou (Hrsg.), Die Tragödie Kouros-Thiseas des Nikos kasantzakis
SS 2007 - PROGRAMM
Freitag, 11. Mai 2007, 20.00 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
„Görlitz, die Griechen und die geheime Kommission“
(dekanea film im Auftrag von 3sat, basierend auf der Forschungsarbeit von Konstantinos Andrikopoulos "Ein Blick in die Vergangenheit, ein Rat für die Zukunft")
Regie: Konstantinos Toubekis, Berlin
Nach einer Idee und auf der Grundlage der Forschungsarbeit von Konstantinos
Andrikopoulos, Bochum „Ein Blick in die Vergangenheit, ein Rat für
die Zukunft“ [www.paradoxon.gr] Der Film erzählt eine der außergewöhnlichsten
Episoden des ersten Weltkrieges. Görlitz stand jahrzehntelang als Synonym
für hervorragende deutsch-griechische Beziehungen und doch ist die Erinnerung
daran verblasst. Im Sommer 1916 begaben sich über 6.000 Soldaten aus dem
in Nordgriechenland stationierten vierten Armeecorps in freiwillige Gefangenschaft,
als das bis dahin neutrale griechische Königreich in den Strudel der kriegerischen
Auseinandersetzungen auf dem Balkan geriet. Innerhalb weniger Tage wurden diese
Einheiten nach Görlitz gebracht und lebten dort als „Gäste des
Reiches für die Dauer des Krieges“ offen in der Stadt. Über
200 Soldaten blieben auch nach Kriegsende dort, als der Rest des Corps im Februar
1919 zurück nach Griechenland aufbrach. Zu Ruhm gelangten diese in Vergessenheit
geratenen Soldaten dadurch, dass vor kurzem Tonaufnahmen im Lautarchiv der Humboldt-Universität
Berlin auftauchten, welche im Sommer 1917 durch die Akademiker der Königlich-Preußischen
Phonographischen Kommission gemacht wurden. Diese zogen in Deutschland durch
die Gefangenenlager, um dort unter Geheimhaltung sprach- und musikwissenschaftliche
Forschung zu betreiben. Die unter dem Siegel PK bekannt gewordene Aufnahmeserie
stellt heute einen unschätzbaren immateriellen Wert für die Geschichte
beider Länder dar. Im Film kommen Wissenschaftler und Forscher, aber auch
Nachfahren der Soldaten in beiden Ländern zu Wort und führen den Zuschauer
auf eine Entdeckungsreise in die Vergangenheit.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
20. Mai 2007, 14.00-18.00 Uhr Frühlingsfest
auf dem Gelände der Landesgartenschau.
Unsere Griechisch-Deutsche Initiative
nimmt mit griechischer Musik, griechischen Tänzen und einem griechischen
Imbiss daran teil und freut sich auf Ihr Kommen.
Dienstag, 12. Juni 2007, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Mit dem Blick Richtung Ionien: Das frühe Heiligtum des Poseidon
auf Sounion und seine Kouroi
Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Joannis Mylonopoulos, Erfurt
In Bezug auf die griechische Antike können nur zwei Orte in Attika
heute noch die Realität des Erhaltenen mit den Vorstellungen oder sogar
Erwartungen eines jeden Besuchers kombinieren: die Athener Akropolis und das
Heiligtum des Poseidon auf Kap Sounion. Leider wurde die berühmte Kultstätte
auf Sounion bislang nur punktuell und mit Sicherheit nie ihrer Bedeutung entsprechend
untersucht. Die ersten wissenschaftlichen Grabungen auf dem Kap führte
zwischen dem 17. und dem 30. März 1884 das Deutsche Archäologische
Institut unter der Leitung von Wilhelm Dörpfeld durch. Mit vielen Unterbrechungen
grub dann zwischen 1897 und 1915 die Archäologische Gesellschaft zu Athen
unter der Leitung von Valerios Stais in den Heiligtümern des Poseidon und
der Athena. Eine kurze Grabungskampagne erfolgte unter Vassilios Petrakos im
Jahre 1994. Die frühesten Funde aus dem Poseidonion legen die Gründung
eines in seiner Gestaltung einfachen Kultplatzes im 8. Jh. v. Chr. nahe. Eine
erste besonders auffällige und doch plötzliche Monumentalisierung
erfährt der Kultbezirk zu Beginn des 6. Jhs. durch die Aufstellung von
vier überlebensgroßen Statuen, von denen die sog. Kouroi A und B
sicherlich zu den bekanntesten Funden aus Sounion gehören. Wichtige, schwer
zu beantwortende Fragen begleiten jede wissenschaftliche Auseinandersetzung
mit den Sounion-Kouroi: Stehen wir vielleicht vor einer einmaligen, für
das frühe 6. Jh. so typischen monumentalen Weihung, die auf einen einzelnen
Stifter bzw. Stiftergruppe zurückgeht? Sollte es denn so sein, wer war
denn der Auftraggeber, was oder wen stellen die vier Jünglinge dar, und
aus welchem Grund erfolgte eine solch wertvolle Weihung?
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Dienstag, 26. Juni 2007, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Gipfel und Schluchten im Pindos-Gebirge/ Wanderungen
im Epirus
Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Dietram Müller, Mainz
Das Píndos-Gebirge nimmt den gesamten Nordwesten des griechischen Festlands
ein und bildet gleichsam das Rückgrat Griechenlands. Es erstreckt sich
in mehreren parallelen von Nord nach Süd verlaufenden Ketten, überwiegend
aus Kalkgestein, von der albanischen Grenze bis nach Mittelgriechenland. In
seinem nördlichen Teil erhebt sich der nach dem Olymp-Massiv zweithöchste
Berg Griechenlands, der Smólikas; die Víkos-Schlucht ist die größte
und schönste Schlucht Europas. Auf den Bergwanderer warten herrliche Landschaften,
aber auch lange und anstrengende Touren. Der Vortrag führt von den westlichen
Vorbergen zu den Gipfeln des südlichen Pindos, durch das Naturschutzgebiet
Vália Kálda zum Tímfi- Gebirge, zum Smólikas und
zum Grámmos.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Samstag, 23. Juni 2007
Feierliche griechisch-orthodoxe Pontifikal-Liturgie in
der Klosterkirche Reichenau (zelebriert durch Seine Exzellenz Bischof Vassilios
von Aristi)
Samstag, 14. Juli 2007
Exkursion nach Trier
Es handelt sich um eine sehr wichtige Ausstellung über das
Leben und Werk Konstantin des Großen, das anhand von wichtigen und raren
Exponaten in drei Museen der Stadt Trier veranschaulicht wird.
Bei Interesse Anmeldung in der Geschäftsstelle
schriftlich oder telefonisch
Dienstag, 17.Juli 2007, 2007, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Albert Camus und die Griechen
Vortrag von Prof. Dr. Heinz Robert Schlette, Bonn
Vor 50 Jahren, 1957, erhielt Albert Camus (1913-1960) den Literatur-Nobelpreis.
Seine Romane, Dramen und theoretischen Schriften sind inter¬national verbreitet,
doch ist zu wenig bekannt, was Camus meinte, wenn er von sich sagte: „Je
me sens un coeur grec“, er verstehe sich als Grieche. Mit seiner Option
für „die Griechen“ unterscheidet sich Camus sowohl vom Christen¬tum
als auch vom Existenzialismus. Die „Geschichte von morgen“ wird
seiner Auffassung nach wesentlich von griechischen Werten bestimmt sein. Dieser
Ansatz prägt insbesondere Camus’ Sicht Europas nach den Katastrophen
des 20. Jahrhunderts und verdient – als Utopie, als Traum? – immer
noch Aufmerksamkeit.
Eintritt frei
Dienstag, 24. Juli 2007, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Die wahre Geschichte der Parthenonskulpturen
Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Anthony Snodgrass, Cambridge (GB)
Hinter dem Widerstand gegen eine Wiedervereinigung der Parthenonskulpturen in
Athen stehen häufig entweder falsche Informationen oder reine Ignoranz.
Wer beispielsweise behauptet, Lord Elgin habe 1801 die sich heute im Britischen
Museum in London befindenden Skulpturen wenn nicht vor der sicheren, dann wenigstens
vor der wahrscheinlichen Zerstörung gerettet, der kennt die Ausstellung
der frisch restaurierten Platten des von Elgin zurückgelassenen Westfrieses
nicht, die seit 2004 im (alten) Akropolis- Museum zu sehen ist.Es gibt noch
eine ganze Reihe weiterer falscher Überzeugungen, die die neuere Geschichte
der Skulpturen betreffen. So wie Ignoranz Vorurteil nährt, muss bewusste
und umfassende Kenntnis der Fakten den Wunsch stärken, eine Lösung
für den nun schon so lange währenden Streit um die Parthenonskulpturen
zu finden. Ziel dieses Vortrages soll es sein, diejenigen Fakten einem breiteren
Publikum zugänglicher zu machen, die nicht umstritten, aber teilweise weniger
bekannt sind.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
WS2006/2007 - PROGRAMM
Dienstag, 14. November 2006, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Geschichte der griechischen Malerei vom 16.-19. Jahrhundert.
Teil II
Lichtbildervortrag von Frau Eleftheria Wollny M. A., Bonn
Mit der Befreiung Griechenlands im 19. Jh. wurde ein kultureller Prozess abgeschlossen,
der bereits am Anfang des 16. Jhts. an den damals relativ stärksten Provinzen
Griechenlands, nämlich auf Kreta und den Ionischen Inseln seinen Lauf genommen
hatte. Hier hatte bereits - nicht zuletzt unter dem Einfluss der Lateiner und
Kreuzfahrer - die erste Begegnung zwischen der byzantinischen und der italienischen
Kunst stattgefunden. Diese Entwicklung wurde im 19. Jh. weitergeführt und
unter dem Einfluss der Bayern wurde die sog. „Europäisierung“
Griechenlands im Bereich der Bildenden Künste abgeschlossen. Zum Beginn
des Vortrags wird die Entwicklung griechischer Malerei seit dem Fall von Konstantinopel
im Jahre 1453 bis zum 19. Jahrhundert an einigen charakteristischen Bildern
kurz skizziert. Während in der ersten Phase griechischer Malerei im 19.
Jh. die lokalen Malrichtungen noch sehr stark auftreten - das zeigt sich besonders
bei den Malern des Befreiungskampfes, die mit der historischen Entwicklung des
Landes eng verbunden sind - ist in der zweiten Phase und spezieller in der griechischen
Genremalerei des 19. Jhts. zweifellos die gleiche „Energie“ deutlich
zu erkennen, die auch sonst die europäische Malerei in die Moderne geführt
hat. Dies soll mit mehreren Bildern aus dem Werk der vier wichtigsten Vertreter
der sog. „Münchner Schule“: Konstantinos Volanakis, Georgios
Iakovidis, Nikiphoros Lytras und Nikolaos Gysis gezeigt werden.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Dienstag, 12. Dezember 2006, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Die Rezeption Nietzsches in der polnischen Literatur
der Jahrhundertwende
Vortrag von Frau Prof. Dr. Marta Kopij, Breslau
Die Spezifik der Nietzsche-Rezeption in der polnischen Literatur an der Wende
vom 19. zum 20. Jahrhundert resultiert aus der Verbindung der europäischen
kulturellen Strömungen mit der Einbettung in die Komplexität der Nationalproblematik,
was ein dynamisches und originales Rezeptionsbild entstehen lässt. Polnische
Intellektuelle begannen sehr früh - bereits ab 1883 -, sich mit Nietzsche
auseinander zu setzen. Zu den bekanntesten Nietzsche-Adepten gehören Stanislaw
Przybyszewski, Stanislaw Brzozowski, Karol Irzykowski, Waclaw Berent, Tadeusz
Micinski, Leopold Staff.
Einen Wendepunkt für diesen Rezeptionsprozess markieren die Jahre 1900
und 1905. Im ersten Falle handelt es sich um das Todesjahr des Philosophen,
in dem das Interesse an seinem Werk international zunahm. Die Bedeutung des
Jahres 1905 ist dagegen mit den immanent polnischen Ereignissen verbunden und
dem Beschluss, das Gesamtwerk Nietzsches in polnischer Sprache herauszugeben.
Die Nietzsche-Aufnahme kennzeichnet sehr oft eine selektive Lektüre seiner
Werke, bei der solche Aspekte wie Übermensch, der Tod Gottes, Immoralismus,
Umwertung aller Werte, der Wille zur Macht die Oberhand gewannen. Das Grundinteresse
gilt in erster Linie dem Werk Also sprach Zarathustra, und die gesamte Nietzsche-Wirkung
in Poelen kommt vor allem im literarischen Umfeld zum Vorschein.
Eintritt frei
Dienstag, 16. Januar 2007, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Umberto Ecos Baudolino und die byzantinische Literatur
Lichtbildervortrag von Dr. Horst Schneider, Bochum
„Aus vielen Büchern ein neues machen.“ So könnte man Umberto
Ecos poetische Technik auf den Punkt bringen, doch so trivial wie dieser Satz
anmuten mag, verfährt Umberto Eco beileibe nicht. Er ist hingegen ein wahrer
Meister in der Kunst mit Texten literarisch zu spielen, sie in neuen Zusammenhängen
zu verwenden, zu verändern und neuen erzählerischen Bedürfnissen
und Notwendigkeiten anzupassen, und schafft es dabei doch auch ernstzunehmende
Werke der Weltliteratur zu kreieren, die in der Regel Weltbestseller werden.
Wirft man einen Blick hinter die Kulissen, so ist man erstaunt, was für
Textmaterial in die schriftstellerische Werkstatt des Meisters Eingang finden
kann. Im Falle byzantinischer Texte ist der Roman Baudolino eine wahre Fundgrube
und setzt uns immer wieder in Erstaunen, welche Autoren Eco konsultiert hat.
Will man also das von Eco gewobene intertextuelle Geflecht wenigstens ansatzweise
entwirren, so muss man zunächst der Frage nachgehen, welche Werke er sich
ausgesucht hat, bevor man zu einer tiefer gehenden Analyse kommt und Überlegungen
über die Wirkung des Baudolino-Textes auf den Leser sowie über die
Strategie des Textes bzw. Autors anstellt.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Dienstag, 23. Januar 2007, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Der andere Iran
Lichtbildervortrag von Dr. Klaus Gallas, Weimar
Iran ist eines der bedeutendsten, größten und landschaftlich vielseitigsten
Länder des Vorderen Orients. Seine Lage zwischen den Großräumen
Arabiens, Indiens und Russlands ließ es seit Jahrtausenden zur Drehscheibe
vieler Völkerwanderungen werden, wodurch die kulturelle und geistige Entwicklung
Persiens über 6000 Jahre geprägt wurde. Die Landschaft zwischen dem
Kaspischen Meer und dem Persischen Golf ist unglaublich prägend. Der Wechsel
von Küstenregionen und Hochgebirge, von Oasen inmitten von Wüstenlandschaften
und Großstädten ist überwältigend. Überall glaubt
man die schöpferische Kraft zu spüren, die seit Jahrtausenden die
Kulturen dieses Landes geprägt hat.
Der Referent Dr. Klaus Gallas kennt Iran seit 1972, seine letzte Reise für
DIE ZEIT REISEN im November 2005 bestätigt diesen Eindruck. Der Vortrag
zeigt Eindrücke und Bilder von Gestern und Heute!
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Dienstag, 30. Januar 2007, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Visionen für ein gemeinsames Europa
Vortrag von Dr. Hennig Schulte-Noelle, München
Eintritt frei
Dienstag, 6. Februar 2006, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Die Giebel des Parthenon
Lichtbildervortrag von Frau Prof. Dr. Erika Simon, Würzburg
Im Jahre 1674 wurden die Skulpturen des Parthenon für den französischen
Botschafter in Konstantinopel gezeichnet. Dadurch ist uns die Komposition des
Westgiebels überliefert, dessen Zentrum 13 Jahre später durch eine
Explosion zerstört wurde. Mit diesem Giebel, den der Besucher der Akropolis
zuerst sah, beginnt der Vortrag. Durch Pausanias ist das Thema bekannt: der
Streit der Gottheiten Poseidon und Athena um Attika. Im Osten war die Geburt
der Athena aus dem Haupt des Zeus dargestellt. Da von diesem Giebel nur die
Skulpturen in den Ecken erhalten sind – die Szene im Zentrum fehlt seit
frühbyzantinischer Zeit – gibt es dafür allzu viele Rekonstruktionen.
Diese lassen sich jedoch stark reduzieren, wenn man die neuen Forschungen zum
Westgiebel mit einbezieht. Zwischen den Giebeln, die wahrscheinlich auf Entwürfe
des Phidias zurückgehen, gibt es nämlich enge inhaltliche Verbindungen.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Byzantinische Vorgaben für die mittelalterliche Kunst des Westens
Lichtbildervortrag von Prof. Volkmar Greiselmayer, Würzburg
Der Lichtbildervortrag
Byzantinische Vorgaben für die mittelalterliche Kunst des Westens von Prof.
Volkmar Greiselmayer
entfällt leider
Dafür findet zum gleichen Termin am selben Ort ein anderer sehr interessanter Vortrag statt:
Dienstag, den 13. Februar 2007, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Spätklassische Grabmalereien von Vergina/Aigai
Lichtbildervortrag von Frau Prof. Dr. E. Walter-Karydi, München
In den makedonischen Kammergräbern sind in den letzten Jahrzehnten eine große Zahl von Malereien entdeckt worden, die eine grundverschiedene Bilderwelt von jener auf attischen und anderen griechischen Grabmälern der spätklassischen und frühhellenistischen Zeit zeigt. Die Vielfalt der Themen fällt auf, kaum zwei Grabmalereien haben dasselbe. Zudem, die oft hohe Qualität dieser Bilder gibt erstmals eine konkrete Vorstellung von der spätklassischen und frühhellenistischen Malerei, die in den schriftlichen Quellen so hoch gerühmt wird. Auch einzelne Bildmittel, wie Licht- und Schattenangabe, Glanzlichter und anderes, bisher nur aus den schriftlichen Quellen bekannt, sind nun in Originalen zu fassen. Unter den qualitätsvollen makedonischen Grabmalereien stehen jene von Vergina, dem antiken Aigai, Hauptstadt des mächtigen makedonischen Reiches, an erster Stelle. Und unter ihnen ragt der Jagdfries an der Fassade des Philippgrabes heraus. In diesem 5.56 m langen Wandgemälde finden sich alle neu ersonnenen Bildmittel der spätklassischen Zeit, und das Thema bestätigt durch seine politische Aktualität, dass das Grab in der Tat jenes von Philipp II., dem Vater Alexander des Großen ist, wie der Ausgräber Manolis Andronikos erkannte.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Dienstag, 27. Februar 2007, 20.15 Uhr
Hörsaal 162 der Neuen Universität
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Bunte Götter und Helden
Lichtbildervortrag von Prof. Vinzenz Brinkmann, München
Seit 25 Jahren bemüht sich ein internationales Forschungsteam um Fragen
der farbigen Erscheinung griechischer Kunst. Untersuchungen in den großen
Sammlungen Griechenlands und der Museen in Europa und den USA haben zahlreiche
neue Ergebnisse erbracht, die in mehreren Wissenschaftlichen Publikationen vorliegen.
Es ist aber auch der Schritt gewagt worden, Abgüsse der Originale wieder
farbig zu fassen. Die daraus entstandene Ausstellung „Bunte Götter“
ist bereits in vielen europäischen Ländern gezeigt worden und hat
ein enormes Echo gefunden. 2007 und 2008 wird die Ausstellung in Harvard und
dann im Getty Museum Los Angeles gezeigt. Augenblicklich werden neue Projekte
bearbeitet. So ist in diesem Jahr der berühmte Alexandersarkophag untersucht
und vermessen worden. Auch entsteht in unseren Werkstätten gerade die spektakuläre
Farbrekonstruktion der Götterversammlung vom Schatzhaus der Siphnier in
Delphi. Der Vortrag wird besonders auf die aktuellen Initiativen eingehen.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
SS2006 - PROGRAMM
Freitag, 5. Mai 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Des Menschen Sünden leben fort in Stein – Byzantinische „Sühnekirchen“
in Thessaloniki und Konstantinopel
Diavortrag von Dr. Andreas Schminck, Frankfurt
An den Beispielen der umgebauten „Rotonda“ in Thessaloniki, der
neuerbauten Sergios-und-Bakchos-Kirche in Konstantinopel und der wiedererrichteten
Hagia Sophia ebenfalls in Konstantinopel wird dem Begriff byzantinischer „Sühnekirchen“
nachgegangen. Zur Sühne für die Massaker an der Zivilbevölkerung
im Hippodrom von Thessaloniki im Jahre 390 und im Hippodrom von Konstantinopel
im Jahre 532 verpflichteten sich die byzantinischen Kaiser Theodosios I. „der
Große“ (379-395) und Iustinianos I. „der Große“
(527-565) zu Sühneleistungen gegenüber der Kirche, um sich mit deren
Unterstützung an der Herrschaft halten zu können. Die drei Kirchen,
die zu den bedeutendsten Hinterlassenschaften der byzantinischen Kunst gehören,
werden ausführlich vorgestellt und insbesondere unter dem „Sühneaspekt“
gewürdigt.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50€
Freitag, 12. Mai 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Global Marshall Plan – eine Inititative für eine bessere Gestaltung
der Globalisierung
Vortrag von Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher, Ulm
Die Initiative Global Marshall Plan wird von einer Gruppe von Nichtregierungsorganisationen,
Vertretern der Politik und der Wirtschaft getragen. Sie zielt auf die Umsetzung
der Millenniumsziele der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015 und ist eingebettet
in die langfristige Zielsetzung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft
als Alternative zum heutigen marktradikalen Modell vermeintlich freier Märkte.
Der Ansatz kombiniert ein neues institutionelles Design mit neuen Finanzierungsinstrumenten
und Umsetzungsmethoden. Erwartet werden einerseits eine Überwindung der
Armut und ein Weltwirtschaftswunder, andererseits besteht die Hoffnung auf
mehr Frieden und eine nachhaltige Entwicklung.
Eintritt frei
Dienstag, 30. Mai 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Für ein Miteinander in Frieden und Freiheit. Integration verstärken
– Sicherheit
Vortrag von Dr. Günther Beckstein, München
Seien es die Vorgänge in unserem Nachbarland Frankreich oder die Protestaktionen
von Muslimen gegen die Mohammed-Karikaturen in Dänemark – viele
Menschen befürchten, die Gewalt könne weiter eskalieren. Wir müssen
alles tun, um einen Kampf der Kulturen und Religionen zu verhindern und für
ein friedliches Miteinander auf Dauer zu sorgen. Dazu gehören nicht nur
die richtigen Weichenstellungen in der Zuwanderungs- und Integrationspolitik.
Dazu gehört auch eine konsequente Sicherheitspolitik auf nationaler wie
europäischer Ebene.
Eintritt frei
Dienstag, 6. Juni 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Der Kult der Aphrodite auf Zypern
Diavortrag von Prof. Dr. Brinna Otto, Innsbruck
Zypern, das in der Antike nicht nur die berühmte Insel der Aphrodite
war, nahm schon im 2. Jahrtausend v. Chr. im Handel zwischen dem Nahen Osten
und der Ägäis eine bedeutende Stellung ein und wurde so zum Schmelztiegel
vieler Kulturströmungen. Zypern (Kypros) ist die Insel der Göttin
Aphrodite, der Tochter des Himmelsgottes Uranos. Der böotische Dichter
Hesiod des 7. Jh. v. Chr. schildert in seiner „Theogonie“ die
Geburt der Aphrodite Urania aus dem Meeresschaum. Die Stelle, an der die liebliche
Göttin ihren Fuß zum ersten Mal auf festes Land setzte, wird heute
in Paphos bei den Klippen des Petra tou Romioú gezeigt. Denn in Paphos
standen einst ihr duftender Tempel, ihr duftender Altar und ihr heiliger Hain.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50€
Dienstag, 27. Juni 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Griechische Bergwelt: Wanderungen auf der Peloponnes
Lichtbildervortrag von Prof. Dr.- Dietram Müller, Wiesbaden
Viele Reisende besuchen die Peloponnes wegen ihrer berühmten antiken
Stätten. Dieser Vortrag möchte die Insel des Pelops von einer ganz
anderen Seite zeigen, indem er ihre vielen einsamen Berglandschaften vorstellt.
Das Bergwandern in Griechenland hat einen besonderen Reiz, da die Berge wenig
begangen werden, zugleich aber meistens nicht sehr weit von den Küsten
entfernt sind. Auf Gipfeltouren und Talwanderungen besuchen wir zunächst
im Nordwesten Panachaikón und Erýmanthos, dann die nordarkadischen
Gebirge Chelmós und Kylléne hoch über dem Golf von Korinth.
Im südlichen und westlichen Arkadien trennen viele Berge mittlerer Höhe
die großen Beckenebenen voneinander. Über Messenien erreichen wir
die langen Gebirgsketten des Süden, den Párnon, der im Kap Maléa
ausläuft, und den schluchtenreichen Taýgetos mit dem höchsten
Gipfel der Peloponnes, der Landschaft Máni und dem Kap Taínaron.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Dienstag, 4. Juli 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Die Königsgräber von Tamassos auf Zypern. Zyprische Kultur des
7. und 6. Jh. v. Chr. im Spannungsfeld lokaler Tradition, östlichen und
westlichen Kultureinflusses
Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Hartmut Matthäus,
Erlangen
Tamassos (heute Politiko) südwestlich von Nikosia, ist einer der wenigen
Stadtstaaten im Zentrum der Insel Zypern. Durch die Lage am Nordrand der Ausläufer
des Troodos-Gebirges hatte Tamassos Zugang zu den dortigen reichen Kupferlagerstätten,
welche die ökonomische Prosperität der Stadt begründeten, wie
auch zur fruchtbaren Ebene der Mesaoria. 1889 grub der deutsche Max Ohnefalsch-Richter,
einer der Pioniere zyprischer Archäologie, am Nordostrand der antiken
Stadt vier große, reich ausgestattete Gräber des 6. und 7. Jh.
v. Chr. aus, die er als Grablegen der Stadtkönige identifizierte. Zwei
von ihnen, aus Quadern errichtet, mit reich geschmückter Fassade, proto-äolischen
Reliefpilastern im Eingang, Scheintüren und reich ornamentierten Scheinfenstern
sowie einer Balkendecke, die Holzarchitektur im dauerhaften Material Stein
nachahmt, sind bis heute auf der Insel einzigartig.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Freitag, 14. Juli 2006, 19.30 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Vergessene Neugriechische Lieder - Konzert
Uraufführung aus der Sammlung Werner von Haxthausens, 1837
Es musizieren:
Regine Neumüller, Sopran
Marianne Wiemann, Klavier
Moderator: Christoph Gockel-Böhner
In Zusammenarbeit mit dem Martin von Wagner-Museum, der Bökerhof-Gesellschaft
e.V. im Museum Bökerhof, Schloss Bökerhof bei Paderborn
Dienstag, 18. Juli 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Bilder aus Sizilien
Audiovision von Margarete und Konrad Langer, Köln
Im ersten Teil Osterbräuche Siziliens besuchen wir die Prozessionen der
Karwoche in Marsala, Trapani, Erice, Piana d’Albanesi und die Teufelsvertreibung
in Prizzi. Im zweiten Teil, das Sizilien der Griechen, erleben wir die frühe
griechische Besitzergreifung des fruchtbaren Siziliens durch Gründung
der Kolonien wie Syracus, Agrigent, Segesta oder Selinunt im ersten Jahrtausend
vor unserer Zeitrechnung. Besonders sehenswert ist in diesem Zusammenhang
das moderne neue archäologische Museum in Syracus, wo die Tempel in Modellgröße
in ihrer alten Farbenpracht zu bewundern sind. Im dritten Teil schließlich
erlebt der interessierte Besucher Siziliens die byzantinisch geprägte
Welt der Normannen.
Eintritt 2,50 €, Studenten 1,50 €
Wir über
uns
Das «Europäische Zentrum für wissenschaftliche, ökumenische
und kulturelle Zusammenarbeit e. V. – Griechisch-Deutsche Initiative
– » wurde im Jahre 1979 auf Anregung des Würzburger Universitätsprofessors
für Byzantinistik und Neugriechische Philologie, Dr. Evangelos Konstantinou,
durch eine Gruppe von Professoren, Politikern und Studenten in Würzburg
gegründet.
Hauptanliegen der Initiative ist es, die deutsch-griechischen Beziehungen,
die auf eine lange Tradition enger und fruchtbarer Zusammenarbeit vor
allem auf wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet zurückblicken
können, zu pflegen und im Rahmen des sich einigenden Europa weiter
auszubauen.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Griechisch-Deutsche Initiative Würzburg
eine Vielzahl von Aktivitäten entwickelt, von denen einige hier kurz
umrissen werden sollen: Durch die Griechisch-Deutsche Initiative Würzburg
werden vornehmlich für Jugendliche und junge Erwachsene Ferienseminare
durchgeführt, die dem Erlernen der jeweils anderen Sprache dienen.
Im Rahmen dieser Sprachausbildung haben die Teilnehmer während ihres
Aufenthaltes im Gastland die Gelegenheit, auch das Leben der dortigen
Bevölkerung mitzuerleben; dies wird insbesondere dadurch gefördert,
dass die Seminarteilnehmer in Gastfamilien untergebracht werden.
Des weiteren ist die Griechisch-Deutsche Initiative Würzburg auch
bei der Initiierung von Schulpartnerschaften zwischen Schulen vergleichbarer
Form in beiden Ländern behilflich. Aufgrund ihres unermüdlichen
Engagements war es möglich, bereits eine beachtliche Anzahl von Schulpartnerschaften
ins Leben zu rufen.
Für ihre Mitglieder und andere Interessenten veranstaltet die Griechisch-Deutsche
Initiative Würzburg neben zahlreichen Einzelvorträgen regelmäßig
wissenschaftliche Symposien. Im Rahmen dieser Symposien werden für
die griechisch-deutschen Beziehungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
bedeutende Themen behandelt; bislang wurden u. a. Symposien zu den Themen
Die wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland
und Griechenland oder Die deutsch-griechische Zusammenarbeit im schulischen
Bereich erfolgreich durchgeführt.
Die Gesamtarbeit der Griechisch-Deutschen Initiative Würzburg wird
in der vom Präsidenten der Initiative herausgegebenen, halbjährlich
erscheinenden Zeitschrift Philia dokumentiert, die darüber hinaus
wichtige Beiträge aus den Bereichen Wissenschaft, Ökumene und
Kultur einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.
Europäisches Zentrum für wissenschaftliche,
ökumenische
und kulturelle Zusammenarbeit e.V.
– Griechisch-Deutsche Initiative –
Stammtisch
Wir treffen uns wieder regelmäßig an einem Mittwoch zu unserem
Stammtisch, im Wintersemster 2005/06 wieder im Restaurant Rhodos (Augustinerstr.)
Die gesellige Runde beginnt um 20.00 Uhr.
Termine:
Mittwoch, 16. November 2005
Mittwoch, 14. Dezember 2005
Mittwoch, 18. Januar 2006
Mittwoch, 15. Februar 2006
Griechischer Tanzkurs (Frau Tina Westendorf, Tel:
0931/460 40 27 und Christine Franzmann, Tel: 09367/83 07))
Jeweils Montags von 19.30 – 21.00 Uhr im
Musikraum der
Arbeiter-Samariter-Bund
Mittlerer Greinbergweg 2
97076 Würzburg
Sprachunterricht in Neugriechisch
Anfängerkurs I bei Frau Gennimata
(Tel: 0931 / 270 45 21)
Montags von 19.00 – 20.30 Uhr
Fortgeschrittenenkurs II bei Frau von Hinten
(Tel: 0931 / 97 04 92 04)
Dienstags von 18.00 - 19.30 Uhr
Fortgeschrittenenkurs III bei Frau v. Hinten
Donnerstags von 18.00 – 19.30 Uhr
Alle Kurse finden im Institut für Klassische Philologie, Übungsraum
3.23 im Südflügel der Residenz im 3. Stock statt.
Bei Interesse reicht rechtzeitiges Erscheinen zum jeweiligen Kurs
Europäisches Zentrum für
wissenschaftliche, ökumenische
und kulturelle Zusammenarbeit e.V.
Griechisch-Deutsche Initiative
Eurvpai_koß
Keßntro Episthmonikhßw
Oikoumenikhßw
Kai Politistikhßw Sunergasißaw
Ellhnogermanikhß Prvtoboulißa
Geschäftsstelle:
Balthasar-Neumann-Promenade 11
97070 Würzburg
Tel.: 0931- 6 929 (Fr. Lankes)
0931 - 35 34 801 (Herr Maras)
Fax: 0931 - 15 678
Internetseite: www.europa-zentrum-wuerzburg.de
Öffnungszeiten: Montag - Freitag 9 - 13 Uhr
Das Europäische Zentrum für
wissenschaftliche, ökumenische und kulturelle Zusammenarbeit e.V.
(Griechisch-Deutsche Initiative, Würzburg)
veranstaltet in Zusammenarbeit mit der griechischen
Historischen und Ethnologischen Gesellschaft
ein Internationales Symposion
mit dem Thema
"Das Bild Griechenlands im Spiegel der Völker (17.-20 Jh.)"
2.-6. Dezember 2005
National Historical Museum
Old Parliament Building
Stadiou 13, Kolokotronis Sq. Athens
10561
Dienstag, 22. November 2005, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Griechische Bergwelt – Wanderungen auf Kreta
Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Dietram
Müller, Mainz
In manchen, stark touristischen Gegenden, droht Kreta sein Gesicht zu verlieren.
Doch sobald man die Badeküsten verlässt, kann man in Dörfern
und einsamen Landschaften noch viel von der Ursprünglichkeit dieser Insel
erleben. Besonders dem Gebirgswanderer offenbart sich der wahre Charakter Kretas.
Der Vortrag berichtet von Gipfelbesteigungen, Schlucht- und Küstenwanderungen,
vom Tal der Toten im Osten bis zur Halbinsel Gramvussa im Westen der Insel.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Dienstag, 20. Dezember 2005, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Die Geburt Christ in der byzantinischen Kunst
Lichtbildervortrag von Dr. Andreas Schminck,
Frankfurt
Dienstag, 10. Januar 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Die Wiederkehr des Dionysos bei Nietzsche – Harmonie der Liebe oder tragischer
Untergang?
Vortrag von Prof. Dr.
Edith Düsing, Köln
In Dionysos, den Efeu gekränzten griechischen Weingott,
zeichnet der frühe Nietzsche Züge des Platonischen Eros ein, des halbgöttlichen
Vermittlers gelingender menschlicher Liebe, - auch Pan, den Gott alles Lebendigen.
So bedeutet Dionysos für Nietzsche zunächst das Unterpfand für
eine beglückende Verstehens-Nähe, innige Mitfreude und Mitleiden des
Ich mit dem Du, ja, liebende Einswerdung und allumfassende Weltenharmonie. Er
schätzt seit seiner Schulzeit Hölderlin, besonders das Schlusswort
aus dem Hyperion hoch: „Wie der Streit der Liebenden sind alle Dissonanzen
der Welt. Liebe ist mitten im Streit, und alles Getrennte findet sich wieder.“
– Durch Aufnahme von Hobbes’: „Der Mensch ist des Menschen
Wolf“ und Darwins Konzept vom „Kampf ums Dasein“ verfinstert
sich Nietzsches frühe Metaphysik der Liebe. Aus dem tanzenden und liebenden
Dionysos wird ein zur Grausamkeit bereiter und einsamer Dionysos, der sich überredet,
„Höheres als Versöhnung zu wollen“, nämlich den ‚Willen
zur Macht’ und das vermeintliche, eigentlich sophistische Recht des Stärkeren.
Aus dem sich sehnenden, lachenden Eros als innerer Bestandteil im früheren
Dionysos Nietzsches wird ein weinender Eros; hinter dessen Scheitern unter den
Menschen tut sich für Nietzsches Blick in die Abgründe des Daseins
der ‚Todeshass’ der Geschlechter auf. Nietzsches Harmonie-Modell
des Zwischenmenschlichen verfällt ab Zarathustra leider zu einem Konflikt-Modell.
Eintritt frei
Freitag, 3. Februar 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Die Berliner Zypernsammlung und ihre Neuaufstellung im Neuen Museum
Powerpointpräsentation von Dr. Sylvia
Brehme, Berlin
Bei der zukünftigen Neugestaltung der Berliner Museumsinsel ist im Neuen
Museum ein eigener Saal für die Aufstellung zyprischer Antiken vorgesehen.
Diese "Zypern-Galerie" wird in Zusammenarbeit mit der Antikensammlung
von dem Museum für Vor- und Frühgeschichte gestaltet und erstmals
eine der kulturellen Bedeutung Zyperns adäquate Präsentation der in
Berlin befindlichen zyprischen Objekte ermöglichen. Mitte Oktober 2009
wird diese gemeinsame Ausstellung eröffnet werden. Die reichen Bestände
beider Museen ermöglichen es, nahezu alle Epochen - bis auf das Neolithikum/Chalkolithikum
- der zyprischen Kulturgeschichte gleich gut zu belegen. Innerhalb der einzelnen
Zeitabschnitte der generell chronologisch angelegten Ausstellung werden inhaltliche
Schwerpunkte gesetzt - neben der Präsentation von Funden aus verschiedenen
Kunstzentren der Insel sowie von ganzen Grabkomplexen werden spezielle Themen
wie "Kult" und "Metallurgie" anhand des vorhandenen Materials
und mit Hilfe von Texten abgehandelt; die "Teilrekonstruktion" des
sog. Aphroditeheiligtums von Idalion soll die Situation in einem Weihgeschenkehof
für den Besucher anschaulich werden lassen.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Freitag, 10. Februar 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Kephalloniá September 1943 – Auf den Spuren eines deutschen Kriegsverbrechens
Powerpoint-Präsentation von Prof.
Dr. C.U. Schminck-Gustavus, Bremen
In Kephalloniá – einer vor den Künsten Griechenlands im jonischen
Meer gelegenen kleinen Insel – fielen im September 1943 Tausende von italienischen
Soldaten einer beispiellosen Massenexekution deutscher Gebirgsjäger zum
Opfer. Dieses bis heute ungesühnte Kriegsverbrechen war ausgelöst
worden, als sich – nach dem Kriegsaustritt Italiens und dem italienischen
Waffenstillstand mit den Alliierten – die auf Kephalloniá stationierte
Division „Acqui“ weigerte, ihre Waffen an die Deutschen abzuliefern.
Die kriegsmüden Italiener hatten gehofft, auf ehrenvolle Weise in ihre
Heimat zurückkehren zu können und wollten ihre Waffen erst abliefern,
wenn sie auf italienischem Boden angelangt wären und sicher sein konnten,
nicht in deutsche Kriegsgefangenschaft zu kommen. Die deutschen „Waffenbrüder“
sahen den italienischen Entschluss zur Beendigung eines längst verlorenen
Krieges jedoch als „Verrat“ an und ermordeten die nach kurzem Kampf
kapitulierenden Italiener in einem blutigen Gemetzel. Christoph Schminck-Gustavus
nimmt das Schicksal eines Überlebenden, des italienischen Artilleriehauptmanns
Amos Pampaloni, zum Anlass, nach den Griechen zu suchen, die ihn damals gerettet
haben. Der Referent – Rechtshistoriker an der Universität Bremen
mit langjährigen Erfahrungen in Italien und Griechenland – schildert
seine Reise in die Vergangenheit nicht als trockenes Aktenstudium, sondern als
abenteuerliche Wanderung durch die Berge und Dörfer der Insel. Er berichtet
von seinen Gesprächen mit alten Leuten, Bauern, Fischern und Hirten, die
die Tragödie der Italiener als Kinder und Jugendliche miterlebt hatten.
So fand er auf der idyllischen Insel letzte Überreste und Zeugnisse, die
vom Wahnsinn eines sinnlosen und verbrecherischen Krieges berichten.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Dienstag, 21. Februar 2006, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Ökumene heute
Vortrag von Bischöfin
Maria Jepsen, Hamburg
Ein Schwerpunkt im Rahmen unserer Aktivitäten ist die
Ökumene an der Basis. Ihr gelten vielfältige Veranstaltungen, v. a.
das ökumenischen Ferienseminar in Naupaktos (Lepanto, Griechenland), das
jedes Jahr im September stattfindet. Bei der außerordentlichen Bedeutung
der Frage nach dem heutigen Stand der Ökumene freuen wir uns sehr, dass
wir die Bischöfin der Evangelischen Lutherischen Kirche Hamburgs, Maria
Jepsen, zu einem Vortrag über dieses Thema gewinnen konnten. Sie ist eine
überzeugte Ökumikerin, die sich diesem brennenden Anliegen intensiv
widmet. Seit 1991 ist sie Mitglied der EKD-Synode und des Ausschusses für
Diakonie, Mission und Ökumene, seit 1992 Vorsitzende des Evangelischen
Missionswerkes in Deutschland und Mitglied des Bundes der Arbeitsgemeinschaft
christlicher Kirchen, seit 2001 dessen stellvertretende Vorsitzende und seit
Juli 2003 Mitglied im Rat des Lutherischen Weltbundes. Sie wird in ihrem Vortrag
auf den Stand, die Perspektiven und die Erwartungen der heutigen ökumenischen
Bewegung eingehen.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Wir über uns
Das «Europäische Zentrum für wissenschaftliche, ökumenische
und kulturelle Zusammenarbeit e. V. – Griechisch-Deutsche Initiative –
» wurde im Jahre 1979 auf Anregung des Würzburger Universitätsprofessors
für Byzantinistik und Neugriechische Philologie, Dr. Evangelos Konstantinou,
durch eine Gruppe von Professoren, Politikern und Studenten in Würzburg
gegründet.
Hauptanliegen der Initiative ist es, die deutsch-griechischen Beziehungen, die
auf eine lange Tradition enger und fruchtbarer Zusammenarbeit vor allem auf
wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet zurückblicken können, zu
pflegen und im Rahmen des sich einigenden Europa weiter auszubauen.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Griechisch-Deutsche Initiative Würzburg
eine Vielzahl von Aktivitäten entwickelt, von denen einige hier kurz umrissen
werden sollen: Durch die Griechisch-Deutsche Initiative Würzburg werden
vornehmlich für Jugendliche und junge Erwachsene Ferienseminare durchgeführt,
die dem Erlernen der jeweils anderen Sprache dienen. Im Rahmen dieser Sprachausbildung
haben die Teilnehmer während ihres Aufenthaltes im Gastland die Gelegenheit,
auch das Leben der dortigen Bevölkerung mitzuerleben; dies wird insbesondere
dadurch gefördert, dass die Seminarteilnehmer in Gastfamilien untergebracht
werden.
Des weiteren ist die Griechisch-Deutsche Initiative Würzburg auch bei der
Initiierung von Schulpartnerschaften zwischen Schulen vergleichbarer Form in
beiden Ländern behilflich. Aufgrund ihres unermüdlichen Engagements
war es möglich, bereits eine beachtliche Anzahl von Schulpartnerschaften
ins Leben zu rufen.
Für ihre Mitglieder und andere Interessenten veranstaltet die Griechisch-Deutsche
Initiative Würzburg neben zahlreichen Einzelvorträgen regelmäßig
wissenschaftliche Symposien. Im Rahmen dieser Symposien werden für die
griechisch-deutschen Beziehungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bedeutende
Themen behandelt; bislang wurden u. a. Symposien zu den Themen Die wissenschaftlichen
und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland oder Die deutsch-griechische
Zusammenarbeit im schulischen Bereich erfolgreich durchgeführt.
Die Gesamtarbeit der Griechisch-Deutschen Initiative Würzburg wird in der
vom Präsidenten der Initiative herausgegebenen, halbjährlich erscheinenden
Zeitschrift Philia dokumentiert, die darüber hinaus wichtige Beiträge
aus den Bereichen Wissenschaft, Ökumene und Kultur einer breiten Öffentlichkeit
zugänglich macht.
Europäisches Zentrum für wissenschaftliche,
ökumenische
und kulturelle Zusammenarbeit e.V.
– Griechisch-Deutsche Initiative –
Stammtisch
Wir treffen uns wieder regelmäßig an einem Mittwoch zu unserem Stammtisch,
im Wintersemster 2005/06 wieder im Restaurant Rhodos (Augustinerstr.)
Die gesellige Runde beginnt um 20.00 Uhr.
Termine:
Mittwoch, 16. November 2005
Mittwoch, 14. Dezember 2005
Mittwoch, 18. Januar 2006
Mittwoch, 15. Februar 2006
Griechischer Tanzkurs (Frau Tina Westendorf, Tel: 0931/460
40 27 und Christine Franzmann, Tel: 09367/83 07))
Jeweils Montags von 19.30 – 21.00 Uhr im
Musikraum der
Arbeiter-Samariter-Bund
Mittlerer Greinbergweg 2
97076 Würzburg
Sprachunterricht in Neugriechisch
Anfängerkurs I bei Frau Gennimata
(Tel: 0931 / 270 45 21)
Montags von 19.00 – 20.30 Uhr
Fortgeschrittenenkurs II bei Frau von Hinten
(Tel: 0931 / 97 04 92 04)
Dienstags von 18.00 - 19.30 Uhr
Fortgeschrittenenkurs III bei Frau v. Hinten
Donnerstags von 18.00 – 19.30 Uhr
Alle Kurse finden im Institut für Klassische Philologie, Übungsraum
3.23 im Südflügel der Residenz im 3. Stock statt.
Bei Interesse reicht rechtzeitiges Erscheinen zum jeweiligen Kurs
Europäisches Zentrum für wissenschaftliche,
ökumenische
und kulturelle Zusammenarbeit e.V.
Griechisch-Deutsche Initiative
Eurvpai_koß
Keßntro Episthmonikhßw
Oikoumenikhßw
Kai Politistikhßw Sunergasißaw
Ellhnogermanikhß Prvtoboulißa
Geschäftsstelle:
Balthasar-Neumann-Promenade 11
97070 Würzburg
Tel.: 0931- 6 929 (Fr. Lankes)
0931 - 35 34 801 (Herr Maras)
Fax: 0931 - 15 678
Internetseite: www.europa-zentrum-wuerzburg.de
Öffnungszeiten: Montag - Freitag 9 - 13 Uhr
Dienstag, 17. Mai 2005, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
El Greco – Ein Maler zwischen Tradition und Neuerung
Lichtbildervortrag von PD Dr. Ekaterini Kepetzis, Köln
Die Werke des auf Kreta geborenen Malers Domenico Theotokopoulos
(1541 – 1614) erscheinen dem heutigen Betrachter als wunderbare, bisweilen
bizarre Meisterwerke. Sein Weg führte ihn von Kreta über Venedig und
Rom nach Spanien, wo er in der Kirchenmetropole Toledo seine endgültige
Heimat fand. Obwohl er nie wieder in das Land seiner Geburt zurückkehrte,
blieb dieses durch den Beinamen „El Greco“ für Zeitgenossen
und spätere Betrachter seiner Werke stets präsent. Die Verknüpfung
spätbyzantinischer, italienischer und spanischer Traditionen in seiner
Kunst ist verantwortlich für die einzigartige und unvergessliche Wirkung
seiner Bilder.
El Grecos sensible Reaktionen auf philosophische Kernfragen seiner Zeit weisen
ihn als „pictos doctus“, als gelehrten Maler aus: Nicht Abbildung
der Realität, sondern die Beziehung des Menschen zu Gott und die Bedeutung
des Jenseits für das Leben des Einzelnen erhob er zum Leitmotiv seiner
Werke. Die Grundfrage nach der Vereinbarkeit von irdischer Existenz und Erlösung
beantwortet er auf eine Weise, wie es nur El Greco um 1600 in Toledo vermochte.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Dienstag, 31. Mai 2005, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Pindars Hymnus, das Summum der Dichtkunst. Hölderlin als Übersetzer
griechischer und römischer Dichtung.
Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Werner, Berlin
„Griechenland war meine erste Liebe“, sagt Hölderlin
in einer „Hyperion“-Vorrede. Diese Liebe manifestierte sich nicht
zuletzt in seinen Übersetzungen aus dem Griechischen. Zu ihnen treten Übertragungen
aus dem Lateinischen; auch diese werden in dem Vortrag behandelt. – Am
Anfang (Mitte der 80er Jahre) stehen Verdeutschungen im konventionellen Stil:
die Prosa-Wiedergabe eines Teiles der Ilias und metrische Übersetzungen
anderer antiker Dichtungen. (Antike Prosa hat Hölderlin nicht übertragen.)
In den 90er Jahren beachtet Hölderlin genauer die Eigentümlichkeiten
des Originals, z.B. die Wortstellung; er will sich des „Kunstkarakters“
(so bei Hölderlin) der antiken Dichtung vergewissern, vor allem in der
hart wörtlichen Pindar-Übertragung. Um 1800 wird Hölderlin weithin
vom Übersetzer zum Umdeuter, besonders in den „Trauerspielen des
Sophokles“. – Zum Ausklang befasst sich der Vortrag mit der vielgestaltigen
Rezeption von Hölderlins Verdeutschungen.
Eintritt frei
5. Juni 2005, 14.00-18.00 Uhr Frühlingsfest auf
dem Gelände der Landesgartenschau.
Unsere Griechisch-Deutsche Initiative nimmt mit griechischer Musik, griechischen Tänzen und einem griechischen Imbiss daran teil und freut sich auf Ihr Kommen.
Dienstag, 14. Juni 2005, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Kypris – Aphrodites Heiligtümer im königszeitlichen Zypern
Lichtbildervortrag von Dr. Anja Ulbrich, Heidelberg
Zypern galt in der antiken Literatur als „Insel der Aphrodite“.
Neben dem damals weltberühmten Heiligtum der Göttin in der Königsstadt
Paphos gab es auf Zypern noch zahlreiche weitere Kultstätten der zyprischen
Aphrodite während der archaischen und klassischen Epoche (Königszeit).
Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die vielseitigen Wesenszüge
und Funktionen der Kypris in ihren königszeitlichen Heiligtümern und
beleuchtet deren religiöse, politische, soziale und wirtschaftliche Bedeutung.
Dazu werden in einem ersten Teil alle ikonografischen Typen von Göttinnenbildern
vorgestellt und interpretiert, die der zyprischen Aphrodite in ihren Kultstätten
geweiht wurden. Ein zweiter Teil beschäftigt sich anhand konkreter Beispiele
mit der Verteilung von Aphrodite-Heiligtümern im königszeitlichen
Zypern in ihrer Relation zu den geographischen Gegebenheiten, zur politischen
Geographie und zu den konkreten Siedlungsstrukturen.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
25. Juni 2003
Feierliche griechisch-orthodoxe Pontifikal liturgie in der Klosterkirche Reichenau (zelebriert durch Seine Exzellenz Vikarbischof Vassilios von Aristi)
Dienstag, 28. Juni 2005, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Wurzeln der zyprischen Volksmusik, Lichtbildervortrag mit Musikbeispielen
Lichtbildervortrag von Dr. phil. Pieris Zarmas, Bonn
Der Vortrag umfasst folgende Kapitel: A) Akriten-Epos und Akritengesänge:
Grenze des byzantinischen Reiches und die Sarazenen. B) Lieder lyrischen Inhalts:
Liebeslieder, Hochzeitslieder, Kinderleider, Arbeitslieder, Scherzlieder, Klagelieder
und regionale Gesänge „Phónes“. Das Distichon: Liebesdistichen,
Hochzeits-Distichen, Weisheits-Distichen (gnvmikaß) C) Lieder lyrisch-epischen
Inhalts: 1. Balladen aus Mythos 2. Balladen mit christlich-religiösen Motiven
3. Balladen aus dem familiären und gesellschaftlichen Leben: - Der Jäger
–
Der Vortragende, ein profunder Kenner zypriotischer Musik, wird uns in seinem
Vortrag mit der ruhmreichen zypriotischen Musiktradition von ihren Anfängen
bis Heute vertraut machen. Die faszinierenden Klänge werden uns auf die
schöne Aphroditeninsel versetzen.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Dienstag, 5. Juli 2005, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Viel Anfang und kein Ende
Lesung von Günther Kunert, Kaisborstel bei Itzehoe
Mit Gedichten habe ich begonnen und bin bei Gedichten (hauptsächlich)
geblieben. Zwar habe ich mich in diversen Gattungen bewegt, unterschiedliche
„Pferde geritten“, doch das Zentrum meines Schreibens ist die Lyrik
geblieben. Gerade in der Lyrik bin ich zur Gänze ich selber, transformiert
sich mein Ich umstandslos in Sprache und behält doch seine Mentalität,
seine Weltsicht bei. Das Gedicht, diese relativ winzige literarische Form, fordert,
ein Maximum an Aussage zu verwirklichen. Es schafft die metaphorische Möglichkeit,
mehr auszudrücken als es den Anschein hat. Das Gedicht will immer „alles“
sagen in seiner zwangsläufigen Verknappung. Das macht den Reiz des Gedichtes
aus – nicht nur für den Autor. War in den 60er Jahren in anderem
Zusammenhang von „Bewusstseinserweiterung“ die Rede, so bietet das
Gedicht eine Erweiterung des Sensoriums, des Selbstverständnisses, der
Begegnung mit etwas ungewöhnlichem: der eigenen Person. Insofern ist, unbescheiden
gesagt, Lyrik die Krone der Literatur. Und wer schmückte sich nicht gerne
mit einer Krone oder überließe sie großzügig nicht auch
dem Leser: der Lyriker und sein Leser sind beide gleichermaßen Untertanen
einer dominierenden und urtümlichen Schreibweise, welche am frühen
Beginn menschlicher Expressivität steht. Mit dem Gedicht, mit Reim und
Rhythmus, mit Gesang und Gebet hebt es an und gewinnt damit Unsterblichkeit.
Eintritt frei
Donnerstag, 21. Juli 2005, 20.15 Uhr
Hörsaal 166, Universität Würzburg,
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Lesung von Michael Krüger, München
Wir über uns
Das «Europäische Zentrum für wissenschaftliche, ökumenische
und kulturelle Zusammenarbeit e. V. – Griechisch-Deutsche Initiative
– » wurde im Jahre 1979 auf Anregung des Würzburger Universitätsprofessors
für Byzantinistik und Neugriechische Philologie, Dr. Evangelos Konstantinou,
durch eine Gruppe von Professoren, Politikern und Studenten in Würzburg
gegründet.
Hauptanliegen der Initiative ist es, die deutsch-griechischen Beziehungen,
die auf eine lange Tradition enger und fruchtbarer Zusammenarbeit vor allem
auf wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet zurückblicken können,
zu pflegen und im Rahmen des sich einigenden Europa weiter auszubauen.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Griechisch-Deutsche Initiative Würzburg
eine Vielzahl von Aktivitäten entwickelt, von denen einige hier kurz
umrissen werden sollen: Durch die Griechisch-Deutsche Initiative Würzburg
werden vornehmlich für Jugendliche und junge Erwachsene Ferienseminare
durchgeführt, die dem Erlernen der jeweils anderen Sprache dienen. Im
Rahmen dieser Sprachausbildung haben die Teilnehmer während ihres Aufenthaltes
im Gastland die Gelegenheit, auch das Leben der dortigen Bevölkerung
mitzuerleben; dies wird insbesondere dadurch gefördert, dass die Seminarteilnehmer
in Gastfamilien untergebracht werden.
Des weiteren ist die Griechisch-Deutsche Initiative Würzburg auch bei
der Initiierung von Schulpartnerschaften zwischen Schulen vergleichbarer Form
in beiden Ländern behilflich. Aufgrund ihres unermüdlichen Engagements
war es möglich, bereits eine beachtliche Anzahl von Schulpartnerschaften
ins Leben zu rufen.
Für ihre Mitglieder und andere Interessenten veranstaltet die Griechisch-Deutsche
Initiative Würzburg neben zahlreichen Einzelvorträgen regelmäßig
wissenschaftliche Symposien. Im Rahmen dieser Symposien werden für die
griechisch-deutschen Beziehungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bedeutende
Themen behandelt; bislang wurden u. a. Symposien zu den Themen Die wissenschaftlichen
und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland oder Die
deutsch-griechische Zusammenarbeit im schulischen Bereich erfolgreich durchgeführt.
Die Gesamtarbeit der Griechisch-Deutschen Initiative Würzburg wird in
der vom Präsidenten der Initiative herausgegebenen, halbjährlich
erscheinenden Zeitschrift Philia dokumentiert, die darüber hinaus wichtige
Beiträge aus den Bereichen Wissenschaft, Ökumene und Kultur einer
breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.
Europäisches Zentrum für wissenschaftliche, ökumenische
und kulturelle Zusammenarbeit e.V.
– Griechisch-Deutsche Initiative –
Stammtisch
Wir treffen uns wieder regelmäßig an einem Mittwoch zu unserem Stammtisch,
im Sommersemester wieder im Restaurant Knossos (Balthasar-Neumann-Promenade)
Die gesellige Runde beginnt um 20.00 Uhr.
Termine:
Mittwoch, 11. Mai 2005
Mittwoch, 8. Juni 2005
Mittwoch, 13. Juli 2005
Griechischer Tanzkurs (Tina Westendorf, Tel: 0931/460
40 27 und Christine Franzmann, Tel: 09367/83 07)
Jeweils montags von 19.30 – 21.00 Uhr im
Musikraum der
Arbeiter-Samariter-Bund
Mittlerer Greinbergweg 2
97076 Würzburg
Sprachunterricht in Neugriechisch
Anfängerkurs I bei Frau von Hinten
(Tel: 0931 / 97 04 92 04)
Dienstags von 18.00 - 19.30 Uhr
Fortgeschrittenenkurs II bei Frau v. Hinten
Donnerstags von 18.00 – 19.30 Uhr
Fortgeschrittenenkurs III bei Frau Gennimata
(Tel: 0931 / 270 45 21)
Montags von 19.00 – 20.30 Uhr
Alle Kurse finden im Institut für Klassische Philologie,
Übungsraum 3.23 im Südflügel der Residenz im 3. Stock statt.
Bei Interesse reicht rechtzeitiges Erscheinen zum jeweiligen Kurs
Europäisches Zentrum für wissenschaftliche,
ökumenische
und kulturelle Zusammenarbeit e.V.
Griechisch-Deutsche Initiative
Eurvpai_koß
Keßntro Episthmonikhßw
Oikoumenikhßw
Kai Politistikhßw Sunergasißaw
Ellhnogermanikhß Prvtoboulißa
Geschäftsstelle:
Balthasar-Neumann-Promenade 11
97070 Würzburg
Tel.: 0931- 6 929 (Fr. Lankes)
0931 - 35 34 801 (Herr Maras)
Fax: 0931 - 15 678
Internetseite: www.europa-zentrum-wuerzburg.de
Öffnungszeiten: Montag - Freitag 9 - 13 Uhr
Sommersemester 2004
Dienstag, 11. Mai 2004, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Griechenland und Europa im Vorfeld der Olympischen Spiele
Vortrag von Prof. Karl-Heinz Kuhna, Botschafter a.D., Athen
Die Olympiade 2004 ist Bewährungsprobe nicht nur für Griechenland,
sondern für alle europäischen Partner. Namentlich die deutsch-griechischen
Beziehungen haben lange Tradition und haben beide Länder entscheidend beeinflusst.
Aber auch die übrigen Europäer identifizieren sich zunehmend mit Griechenland
als dem Mutterland der Olympischen Spiele. Der Erfolg der Olympiade 2004 in
Athen wird weitreichende Folgen für Wirtschaft, Tourismus und Politik in
der weiteren Region entfalten. Deshalb ist es wichtig, dass die Vorbereitung
der Spiele im wesentlichen termingerecht weitergeführt wird.
Eintritt frei
Samstag, 15. Mai 2004, Abfahrt Residenzplatz, 7.00 Uhr zur Kunstausstellung
„Der Kreml. Gottesruhm und Zarenpracht“ in Bonn.
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Museumsmeile Bonn,
Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn.
Zu sehen sind gut 300 hochkarätige Werke aus den Bereichen Ikonen- und
Porträtmalerei, liturgische Geräte, Geschmeide und Textilien, Rüstungen
und Waffen, Bücher und historische Karten sowie kostbare Geschenke ausländischer
Gesandtschaften an die Zaren.
Dienstag, 18. Mai 2004, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Archäologie und Fotografie
Lichtbildervortrag von Prof. Wolf-Dieter Heilmeyer, Berlin
Archäologie und Photographie gehören seit langem zusammen. Vom 19.
Jh. an ersetzte das Photo bereits weitgehend die älteren Zeichnungen. Hier
wird aus einer bedeutenden Sammlung archäologischer Photos berichtet, der
Photothek der Antikensammlung Berlin, die heute fast 200.000 Negative und Positive
umfasst; darunter sind Kostbarkeiten wie die alten Ausgrabungsphotos des 19.
Jhs. oder Aufnahmen der Highlights der Antikensammlung im Erwerbszustand. Dass
diese Photos zeitgebunden sind und einen bestimmten Blick und Zustand fixieren,
hat man erst seit kurzem zu bedenken verstanden.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
23. Mai 2004 14.00-18.00 Uhr Frühlingsfest auf dem Gelände der Landesgartenschau.Unsere Griechisch-Deutsche Initiative nimmt mit einem hochinteressanten Beitrag daran teil: Griechische Musik, griechische Tänze und griechischer Imbiss
Dienstag, 25. Mai 2004, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Stand der Vorbereitungen der Olympischen Spiele 2004 in Athen
Lichtbildervortrag von Dr. Jörg Schill, Athen
Die Spiele kehren an ihren ursprünglichen Austragungsort wieder zurück,
nach Griechenland der Jahre 776 v. Chr., 1896 und 2004. Ihre Organisation heute
ist eine große Managementaufgabe hinsichtlich Quantität und Qualität.
Während für die Durchführung der Spiele das „Organisationskomitee
für die Olympischen Spiele Athen 2004 S.A.“ verantwortlich ist, hat
die griechische Regierung alle Bauarbeiten für die Sportstätten und
Infrastrukturverbesserungen übernommen, beide Bereiche haben getrennte
Budgets. An Hand von Lichtbildern von den einzelnen Sportstätten und Infrastrukturprojekten
wird über den weit fortgeschrittenen Stand berichtet. Was ist nach den
Olympischen Spielen zu erwarten, was bleibt für Athen und Griechenland?
Neues Stadtbild, neue Infrastruktur, wirtschaftliche Auswirkungen, auf Export/
Tourismus: Griechenland braucht die Olympischen Spiele!
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Donnerstag, 1. Juni 2004, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Der Diskos von Phaistos
Lichtbildervortrag von Dr. Ottomar Neuss, Konstanz
Am Abend des 3. Juli 1908 wurde im Nordtrakt des alten Palastes von Phaistos
eine Tonscheibe von 16 cm Durchmesser gefunden. Was der Ausgräber damals
als erster Mensch nach mehr als 3500 Jahren zu Gesicht bekam, war ein Diskos
voller geheimnisvoller Zeichen auf seiner Vorder- und Rückseite. Der Diskos
von Phaistos verdankt die von ihm ausgehende Faszination nicht zuletzt der Tatsache,
dass es bis heute nicht gelungen ist, das Rätsel, das er darstellt, vollständig
zu lösen. Dr. Ottomar Neuss, der sich seit Jahrzehnten um die Entzifferung
bemüht, und hierzu in internationalen Zeitschriften berichtet, und auf
Kongressen vorgetragen hat, unternimmt in seinem Vortrag die geschichtliche
Wertung des Diskos im Rahmen der Wiedererschließung alter Schriften des
Orients und des ägäischen Formenkreises.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Donnerstag, 15. Juni 2004, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Olympia – Deutsche Ausgrabungen und die Archäologie der Olympischen
Spiele
Lichtbildervortrag von Prof. Helmut Kyrieleis, Berlin
Der einleitende erste Teil des Vortrags umfasst eine gedrängte Darstellung
der Geschichte und Ergebnisse der seit 1875 durchgeführten Ausgrabungen
in Olympia, einschließlich einer kurzen Orientierung über die Topografie
des Heiligtums. Im zweiten Teil wird anhand der einschlägigen Denkmäler
und Funde untersucht, in welcher Weise die archäologischen Ausgrabungen
über die schriftliche Überlieferung hinaus unsere heutigen Kenntnisse
und Vorstellungen von den antiken Olympischen Spielen bereichert haben.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Donnerstag, 6. Juli 2004, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Grüner Hügel, liebliche Fluren zwischen Meer und Hochgebirge. Die
Landschaft von Olympia.
Lichtbildervortrag von Prof. Cay Lienau, Münster
Der Vortragende zeichnet ein Bild der Landschaft Elis im westlichen Peloponnes,
der Stätte, wo in der Antike die Olympischen Spiele stattfanden, sie ihren
Siegeszug über die Erde begannen und die 2004 wieder in besonderem Mittelpunkt
stehen wird, sowie des landschaftlichen Wandels, den diese Region bis heute
erlebt hat(mit Lichtbildern).
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Donnerstag, 15. Juli 2004, 20.15 Uhr
Hörsaal 166, Universität Würzburg,
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Idee und Wirklichkeit Olympischer Spiele in Griechenland im 19. Jahrhundert
Lichtbildervortrag von Prof. Wolfgang Decker, Köln
Es ist kaum bekannt, dass es Olympische Spiele in der Neuzeit bereits lange
vor Coubertin gegeben hat. Unter diesen sind die Initiativen in Griechenland
im 19. Jahrhundert von besonderer Bedeutung. Ohne die nationalen Olympien des
Evangelis Zappas (1859, 1870, 1875, 1888/89) in Athen wäre der Erfolg der
ersten internationalen Olympischen Spiele in der griechischen Metropole im Jahre
1896 nicht vorstellbar. Völlig unbekannt ist zudem die Tatsache, dass bereits
1835, im dritten Jahr des modernen griechischen Staates, ein detaillierter schriftlich
ausgearbeiteter Plan des damaligen griechischen Innenministers Ioannis Kolettis
die Abhaltung eines Nationalfestes mit einem sportlichen Programm nach dem Muster
der antiken Olympischen Spiele vorsah
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
8.-12. Oktober 2004,
Internationales Symposion im Toscana-Saal der Residenz Würzburg.
„Die Ausdrucksformen des Europäischen und Internationalen Philhellenismus
vom 17. – 19. Jahrhundert“
Das entsprechende Programm werden Sie rechtzeitig erhalten.
In diesem Jahr feiert unser Europäisches Zentrum sein 25jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass werden wir eine Reihe von Veranstaltungen durchführen, die noch nicht in dieses Programm aufgenommen sind. Sie werden die entsprechenden Informationen darüber zu gegebener Zeit erhalten.
Wintersemester 2003/04
Dienstag, 11. November2003, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Der Parthenon – Die Einheit eines einmaligen Monuments, Lichtbildervortrag
von Frau Eleni Korka, Archäologische Referentin des Griechischen Kulturministeriums
Die Frage nach der Rückkehr der Parthenon-Fragmente muss als unbeantwortet
gelten – aus der Sicht Griechenlands wie der der internationalen intellektuellen
Welt, für die auch bedeutende Briten, wie Lord Byron, Shelly und Thomas
Hardy stehen. Unter der „Rückkehr der Marmorglieder des Parthenon“
versteht Griechenland die Rückgabe des Skulpturenschmucks und von Baugliedern,
wie Säulenkapitellen und anderen verzierten Blöcken, die Lord Elgin
geraubt und nach London verfrachtet hat.
Der Parthenon gilt seit 2500 Jahren als herausragendes Monument, als höchstes
Symbol für den Beitrag Griechenlands zur Weltkultur: Gedankenfreiheit und
Demokratie auf der Basis von Philosophie und Harmonie. Deshalb hat die UNESCO
den Parthenon zu ihrem Emblem erwählt, deshalb nahm sie die Akropolis von
Athen in ihre Liste des Weltkulturerbes auf. Die Marmorteile des Parthenon sind
keine Einzelwerke. Sie sind von ihrer Entstehung her unzertrennlich, Glieder
eines Monuments von höchster und symbolträchtiger Bedeutung für
die ganze westliche Welt. Frau Korka befasst sich in ihrem Vortrag mit neuen
Erkenntnissen zum Abtransport der „Elgin-Marbles“ und mit dem Problem
ihrer Rückkehr nach Griechenland.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Dienstag, 18. November 2003, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Die Bedeutung der Korenhalle auf der Athener Akropolis, Lichtbildervortrag von
Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Stähler, Universität Münster
Die Gestalt der Athener Akropolis in klassischer Zeit wird durch das Erechtheion
mitbestimmt. Seit wenigen Jahren ist dieser Tempel nach der grundlegenden Restaurierung
unter A. Papanikolaou wieder beeindruckend gegenwärtig. Zur architektonischen
Besonderheit gehört die Korenhalle, ein Anbau, dessen Decke von Frauenfiguren
getragen wird. In der Regel wird sie mit dem Grab eines der mythischen Könige
Athens in Verbindung gebracht und neuerdings konkret als Monument eines Totenkultes
verstanden. Eine erneute Abwägung von Einzelphänomenen scheint dagegen
eine Erklärung in einem mythisch-religiösen Kontext nahe zu legen,
in der sich athenische Tradition mit klassischem Selbstverständnis verbindet.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Donnerstag, 18. Dezember 2004, 20.15 Uhr
Hörsaal 166, Universität Würzburg,
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Vortrag von Dr. Kypros Chrysostomidis, Vorsitzender des zypriotischen Instituts für Politische Forschung und Europäische Angelegenheiten
Donnerstag, 22.Januar 2004, 20.15 Uhr
Hörsaal 166, Universität Würzburg,
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Kult-Theater und Rituelles Drama im antiken Griechenland, Lichtbildervortrag
von Frau Prof. Dr. Inge Nielsen, Universität Hamburg
Mit diesen Ausführungen soll ein bislang wenig untersuchter Aspekt der
griechischen Religion, das rituelle Drama, beleuchtet werden und zwar durch
das Studium einer in griechischen Heiligtümern häufig zu findenden
Einrichtung, des Kulttheaters. Frau Prof. Dr. Nielsen wird zeigen, dass diese
Struktur vornehmlich den Rahmen für das rituelle Drama bot, anstatt ausschließlich
für die gut bekannten Rituale, wie Opfer, oder manchmal auch für literarische
Dramen, wie Tragödien, Komödien und Satyrspiele. Das rituelle Drama
kann als dramatisches Ritual definiert werden, welches auf dem Mythos eines
Gottes basiert und, auf diese Weise mit einer Handlung ausgestattet, auf den
großen Jahreszeiten-Festen aufgeführt wurde.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Dienstag, 27. Januar 2004, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Daidalos, Lichtbildervortrag von Frau Prof. Dr. Erika Simon, Würzburg
Der Vortrag behandelt Daidalos, den griechischen Heros des Handwerks. Er ist
in der archaischen griechischen Kunst in manchen Bildern bezeugt, die bisher
anders gedeutet wurden. Durch einen Neufund in Etrurien lassen sie sich als
Daidalos deuten, der auf Flügeln dahineilt, z.T. zusammen mit seinem Sohn
Ikaros. Das Fliegenkönnen ist in diesen Bildern als magische Handlung aufgefasst.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Donnerstag, 12. Februar 2004, 20.15 Uhr
Hörsaal 166, Universität Würzburg,
Sanderring 2, 97070 Würzburg
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. Eine Erinnerung
an Imanuel Kant aus Anlass seines 200. Todestages am 12. Februar 2004, Vortrag
von Prof. Dr. Gunther Wenz, Universität München
Man hat Imanuel Kant (1724-1804) den Philosophen des Protestantismus genannt.
Diese These prüft Prof. Dr. Gunther Wenz, Ordinarius für systematische
Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität
München, in einem Vortrag zum Gedenken an den 200. Todestag des Zertrümmerers
der traditionellen Metaphysik, wie man Kant nannte. Vorgestellt werden dessen
drei große Kritiken, nämlich die Kritik der reinen Vernunft, die
Kritik der praktischen Vernunft und die Kritik der Urteilskraft, sowie die 1793
erschienene Religionsphilosophie mit dem bezeichnenden Titel „Die Religion
innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft.“
Eintritt frei
Donnerstag, 19. Februar 2004, 20.15 Uhr
Toscana-Saal der Residenz (Südflügel)
Zwischen Konfrontation und Interaktion, Christen, Juden und Heiden im spätantiken
Aphrodisias, Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Angelos Chaniotis, Universität
Heidelberg.
Aphrodisias, die Stadt der Aphrodite, war vom späten 1. Jh. bis zum 7.
Jh. n. Chr. eine der wichtigsten Städte Kleinasiens. Seit dem Ende des
3. Jh. wurde Aphrodisias Hauptstadt der Provinz Karien. Eine sehr große
Zahl von Inschriften und Graffiti geben uns Einblicke in die frühen 6.
Jh. n. Chr. Diese Zeugnisse betreffen alle drei religiösen Gemeinden, die
für diese Zeit in Aphrodisias bezeugt sind: Christen, Heiden und Juden.
Das Toleranzedikt des Jahres 311 ließ in Kleinasien einen „Markt
der Religionen“ entstehen; Christen, Juden und Heiden konkurrierten untereinander,
und die Reden der Kirchenväter lassen keinen Zweifel an den Erfolgen des
Judentums, aber auch nicht am erbitterten Widerstand der Heiden. Interessant
im Falle von Aphrodisias ist der kämpferische Einsatz der Anhänger
der hellenischen Religion und der Juden bis ins 6. Jh. Das Studium der Inschriften,
der Graffiti, der archäologischen und literarischen Zeugnisse zeigt, dass
diese drei Gruppen nicht nur eigene religiöse Identitäten bildeten,
sondern auch in einer ständigen Interaktion standen. Diese Interaktion
nahm unterschiedliche Formen an, die von der gegenseitigen Beeinflussung und
dem Experimentieren mit der Religion des Anderen bis zur Konkurrenz und dem
blutigen Kampf reichen. Dieser Kampf wurde erst unter Kaiser Justinian zu Gunsten
der Christen entschieden.
Sommersemester 2003
Dienstag, 20. Mai 2003, 20.00 Uhr
Toskanasaal der Residenz (Südflügel)
Filmvorführung: „Lykien und Istanbul. Auf den Spuren des Heiligen
Nikolaus“
Das Europäische Zentrum für wissenschaftliche, ökumenische und
kulturelle Zusammenarbeit und die Dante Alighieri-Gesellschaft in Würzburg
laden ein zu einem Dokumentationsfilm von Horst Schäfer-Schuchardt und
Günther Friedrich.
Lykien, eine Region an der Südküste der Türkei, und Istanbul,
das ehemalige Konstantinopel, die Metropole des Byzantinischen Reiches und dann
ab 1453 Hauptstadt der Osmanen, sind vielbesuchte Reiseziele. Auf unserer Reise
jedoch werden wir neben den klassischen auch die noch weniger bekannten Stätten
anhand der Lebensgeschichte eines Mannes besuchen, so auch die Kirche des Hl.
Nikolaus in Myra, dessen Gebeine heute in Bari ruhen. Zahlreich sind die Legenden,
die schon zu seinen Lebzeiten um 300 entstanden, und noch heute zeugen architektonische
Spuren neben Myra von Xanthos bis Patara von dem Wirken dieses Bischofs. Ebenso
werden antike Tempelanlagen, so z.B. in Termessos, besucht. In der gewaltigen
Felsenkirche Alaçahisar konnte der Vortragende 1984 eine erstaunliche
Entdeckung machen, die sich auf einen „zweiten“ Nikolaus bezieht.
Im Anschluss an den Film findet ein kleiner Umtrunk im Foyer des Tosacana-Saals
statt.
Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
30. Mai – 2. Juni 2003
Internationales Symposion mit dem Thema: „Der Beitrag der byzantinischen
Gelehrten zur abendländischen Renaissance des 14. und 15. Jahrhunderts“
im Germanischen Nationalmuseum, Kartäusergasse, Nürnberg.
28. Juni 2003
Feierliche griechisch-orthodoxe Pontifikal liturgie in der Klosterkirche Reichenau
(zelebriert durch Seine Exzellenz Vikarbischof Vassilios von Aristi)
Im Anschluss findet die Einweihung der bemalten Ikonostase zu Ehren der byzantinischen
Slavenapostel Methodios und Kyrillos statt.
Es folgt ein über den ganzen Tag gehendes griechisches Musikfestival.
Donnerstag, 12. Juni 2003, 20.00 Uhr
Toskanasaal der Residenz (Südflügel)
Die Malereien der Kirche Hagia Solomoni bei Koma tou Gialou (Zypern), Lichtbildervortrag
von Frau PD Dr. Jutta Dresken-Weiland, Regensburg
Im Nordosten des Dorfes Komi tou Gialou, das auf der Südseite der türkisch
besetzten Karpasia- Halbinsel liegt, befindet sich die kleine Kirche Hagia Solomoni,
die in der wissenschaftlichen Literatur bisher nur an entlegener Stelle erwähnt
und in ihrer Bedeutung noch nicht gewürdigt wurde. Sie ist, wie der Vortrag
zu zeigen versucht, etwa in das 8. Jh. Zu datieren und wegen der äußerst
spärlichen Überlieferung von Malerei in dieser Zeit von größter
Bedeutung. Zwischen 1978 und 1980 wurden Malereifragmente aus den Wänden
der Kirche herausgebrochen, die gegen Ende der 1990er Jahre von der Münchner
Kunstfahndung aufgefunden wurden. Der Vortrag stellt die erhaltenen Malereien
der Kirche vor, von denen die derzeit in München aufbewahrten erstmals
in Farbe gezeigt werden und eine Vorstellung der Farbigkeit der Kirche vermitteln.
Der Vortrag behandelt ausführlich die dargestellten Bilder, arbeitet ihre
Verbindung mit der frühchristlichen Ikonographie und ihre Beziehung zur
frühbyzantinischen Kunst heraus. Eigenarten in der Ikonographie, so bei
der Darstellung der Frauen am Grab und der Erscheinung des auferstandenen Christus
vor den Frauen, lassen deutlichere Beziehungen zur frühbyzantinischen als
zur mittelbyzantinischen Kunst erkennen. Von den erhaltenen Malereien frühbyzantinischer
Zeit im Mittelmeerraum lässt sich am engsten eine in das 8. Jh. Datierte
zyprische Ikone vergleichen. Die Malereien der Hagia Solomoni können als
ein bemerkenswertes und originelles Zeugnis zyprischer Kunst gelten.
Lichtbildervortrag, Eintritt € 2,50, Studenten € 1,50
Donnerstag, 26. Juni 2003, 20.00 Uhr
Toskanasaal der Residenz (Südflügel)
Die Zitadelle des Friedens (Das neue Europa) von Herrn Prof. Dr. Eugen Biser,
Universität München
Im Anschluss an den freiheitlichen Aufbruch von 1989 entstand auf dem blutgetränkten
boden Europas das gemeinsame Haus der Völker, die sich jahrhundertlang
in schreckliche Raub- und Vernichtungskriege verstrickt hatten, und mit diesem
Haus eine Zitadelle des Friedens, von der zu hoffen war, dass von ihr der Friede
auf die ganze Welt ausstrahlen werde. Diese Hoffnung wurde durch den Irakkrieg
auf verhängnisvolle weise zerstört. Deshalb muss der Friedensgedanke
neu zum Leuchten gebracht und ein neues effektiveres Friedensbewusstsein entwickelt
werden. Darauf zielt der Vortrag ab.
Eintritt frei
Donnerstag 17. Juli 2003, 20.00Uhr
Toskanasaal der Residenz (Südflügel)
Die Idäische Zeus-Grotte auf Kreta Lichtbildervortrag von Herrn Prof. Dr.
Hartmut Matthäus, Universität Erlangen-Nürnberg
Die Kulthöhle des Gottes Zeus auf dem Berge Ida, nach griechischer Überlieferung
der Ort, wo Zeus seine Kindheit verbrachte, umtanzt von den Koureten, gesäugt
von der Ziege Amaltheia, darf als das bedeutendste und weithin berühmteste
Heiligtum der In
sel Kreta im Altertum gelten. Die Höhle, 1884 entdeckt, im folgenden Jahr
von Federico Halbherr, einem der Pioniere kretischer Altertumskunde, ausgegraben,
wurde noch einmal zwischen 1982 und 1986 durch Jannis Sakellarakis untersucht.
Berühmt wurde die Zeus-Höhle, deren Kult bereits in der minoischen
Periode einsetzt, durch ihre metallenen Weihgaben, figürlich verzierte
Schilde, prachtvolle Gefäße aus bronze und Dreifusskessel, die Blüte
und Reichtum früh im 1. Jahrtausend v. Chr. belegen. Diese Votive zeigen
die Zeus-Höhle als einen Kultplatz, der von der reichen land- und herdenbesitzenden
kretischen Aristokratie protogeometrischer und geometrischer zeit aufgesucht
wurde. Zugleich veranschaulichen die archäologischen Funde durch eine reiche
Zahl von Kunstwerken – Elfenbeinschnitzereien wie Bronzen -, die aus dem
Vorderen Orient, vor allem aus Nordsyrien und Phönikien, importiert wurden,
eine frühe, gerade durch die Wirkung der nahöstlichen Hochkulturen
nachhaltig beeinflusste Prosperität und künstlerische Höhe einer
kosmopolitisch geprägten kretischen Kultur im 9. und 8. Jh. V. Chr., die
einzigartig im griechischen Kulturraum ist.